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IfP – Integrationsmanagement für soziale und berufliche Wiedereingliederung bei Menschen mit psychischen Erkrankungen

Berufliche Reha und Reintegration bei psychischen Erkrankungen

Die Anzahl psychischer Erkrankungen steigt weltweit stetig und dramatisch an. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2015 wird die Zahl der Menschen mit depressiven Erkrankungen in Deutschland auf ca. 4,1 Millionen geschätzt, dies entspricht etwa 5,2 Prozent der Bevölkerung. Von Angststörungen sind demnach etwa 4,6 Millionen Menschen betroffen. Depressionen und Ängste gehören zu den häufigsten und im Hinblick auf den oft schweren Verlauf am meisten unterschätzen psychischen Störungen und werden inzwischen als Volkskrankheiten betrachtet.

Depressionen und Ängste sind nicht nur mit einem starken Leid für den Betroffenen sondern auch mit großen Einschränkungen der privaten und beruflichen Leistungsfähigkeit verbunden. Depressionen sind die häufigste Erkrankungsgruppe bei Erwerbsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten und sind durch intensive und langwierige Behandlungen, häufige Arbeitsunfähigkeiten und Frühberentungen mit hohen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden.

Die Maßnahme richtet sich vornehmlich an Betroffene mit folgenden Diagnosen:

  • depressive Störungen und Anpassungsstörungen
  • Angststörungen
  • Burn-out
  • psychosomatische Erkrankungen

Aufbau und Organisation der Maßnahme

Ein wichtiger Faktor für eine erfolgreich verlaufende Maßnahme ist der Aufbau und die enge Kooperation mit einem Psychotherapeuten und einem Facharzt aus der Region sowie einem festen Bezugstherapeuten von date up training, der letztlich die Integration vor Ort ressourcenorientiert begleitet, steuert und organisiert.

Die Ziele im Überblick

  • Anpassung von Leistung und Anforderung
  • dauerhafte berufliche Integration und Eingliederung in den ersten Arbeitsmarktpersönliche und fachliche Grundqualifikation
  • Schutz vor Überforderung und Überlastung
  • Aufklärung im Umgang mit Beeinträchtigungen
  • wirtschaftliche und soziale Selbständigkeit
  • verbesserte soziale Teilhabe

Zielsetzungen

Das Ziel des IfP ist eine dauerhafte berufliche Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Eine große Herausforderung ist dabei die Anpassung zwischen der verbliebenen individuellen Leistungsfähigkeit des Betroffenen und den jeweiligen beruflichen Anforderungen. Zur erfolgreichen Wiedereingliederung ist neben der Passung der Leistungs- und Anforderungskriterien auch die Berücksichtigung psychischer, persönlicher und sozialer Einflussfaktoren unverzichtbar. Sehr häufig finden sich bei den Betroffenen eine reduzierte Ausdauer und Belastbarkeit, Probleme des Antriebs und der Motivation, Probleme des Selbstwertes, mangelndes Selbstvertrauen, eine verminderte Flexibilität und Umstellungsfähigkeit bis hin zu Schwierigkeiten beim Lernen, Erinnern und bei der Konzentration. Bei Angststörungen stellen ein Vermeidungsverhalten oder Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion oft eine große Hürde in der beruflichen Reintegration dar. Hier ist es wichtig, die Betroffenen vor Überlastung und Überforderung im Wiedereingliederungsprozess zu schützen.

Aufgrund der Vielgestaltigkeit der beschriebenen Einflussfaktoren bedarf es eines individuellen und langfristigen Coachings, das sich an den Problemen des Einzelnen orientiert und sowohl weiterführende medizinische und psychiatrische/psychotherapeutische Therapien, das reale Berufsfeld als auch das aktuelle soziale Umfeld des Betroffenen in den rehabilitativen Prozess aktiv mit einbezieht. Neben störungsspezifischen Interventionen gehören Hilfen zur Erhaltung des Arbeitsplatzes bzw. zur beruflichen Wiedereingliederung zu den wichtigsten Leistungen für Betroffene. Um eine nachhaltige Integration zu ermöglichen, ist es erforderlich, die unterschiedlichen therapeutischen Ansätze in einen alltagsorientierten Gesamtbehandlungsplan zu integrieren.

Verlauf der Rehabilitation und Integration

Der Zugang zur Maßnahme erfolgt nach Antragstellung (LTA; Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) und Beratung durch den verantwortlichen Rehabilitationsberater / Kostenträger des Antragstellers, unter Hinzuziehung des möglichen Bezugstherapeuten von date up training am Heimatort. Die Maßnahme selbst setzt sich aus drei Modulen zusammen, die im Verlauf der Rehabilitation durchlaufen werden können. Die Durchführung der Maßnahme findet ausschließlich vor Ort, d. h. in den Betrieben oder dem häuslichen Umfeld des Klienten statt und wird von Beginn bis zum Ende der Rehabilitation von einem persönlichen Fach- und Bezugstherapeut begleitet.

Informationsblatt

Unser Angebot, kompakt in einem Informationsblatt, finden Sie hier:

Infobatt IfP – Integrationsmanagement für soziale und berufliche Wiedereingliederung bei Menschen mit psychischen Erkrankungen

Modul 1: Integrationscheck

Ziel der Orientierungsphase ist es, gemeinsam mit dem Klienten und den bis dahin am Rehabilitationsprozess beteiligten Ärzten und Therapeuten einen gemeinsamen „Fahrplan“ für den beruflichen Eingliederungs-prozess zu erstellen. Neben vorliegenden Vorbefunden fließt auch das aktuelle Leistungsniveau in die Beurteilung mit ein, das in einer mehrstündigen, standardisierten neuropsychologischen/ psychologischen Diagnostik erhoben wird. Die so gewonnenen Informationen aus sozialer und beruflicher Anamnese geben Aufschluss über die aktuellen sozialen Verhältnisse, die berufliche Situation, Interessen, Neigungen, Fähigkeiten, Ressourcen und Teilhabe und stellen zusammen mit der psychischen Befindlichkeit und dem kognitiven Leistungsbild den Kern des Eingliederungsplans dar.

Modul 2: Praxistraining

Das Praxistraining setzt sich aus einem alltagsorientierten und einem berufsorientierten Integrationsprogramm zusammen und geht fließend aus der Orientierungsphase hervor.

 Zu Beginn begleiten noch häufig fachärztliche und psychotherapeutische und zum Teil auch medizinisch-therapeutische Maßnahmen (z. B. Ergotherapie) den Eingliederungsprozess.  Die Belastbarkeit in den verschiedenen Teilhabebereichen ist aufgrund der störungsbedingten Einschränkung der jeweiligen Erkrankung (Antriebsminderung, Vermeidung, Angst) in den meisten Fällen noch deutlich reduziert. Das Ziel der Integrationsmaßnahme von date up training ist es, die oben beschriebenen Behandlungen im  Verlauf der Rehabilitation zu reduzieren oder so in den Alltag zu integrieren, dass einer beruflichen Tätigkeit in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung nachgegangen werden kann.

Trainiert werden neben arbeitsplatzbezogenen auch soziale Fertigkeiten. Das soziale Umfeld und nahe Angehörige werden eng in den Rehabilitationsprozess mit eingebunden. Nöte und Ängste der Angehörigen werden gemeinsam aufgearbeitet und zusammen mit dem Klienten wird an einem realistischen Krankheitsbild und einer neuen Zukunftsperspektive gearbeitet. Die Betreuung findet im häuslichen Umfeld statt, um störungssensible psychotherapeutische Ansätze unter alltäglichen Bedingungen umsetzen zu können. Je nach Bedarf wird unterstützend auch bei alltäglichen Problemen assistiert. Je nach Bedarf erhält der Klient zusätzlich ein auf seine Leistungseinbußen individuell angepasstes kognitives Leistungstraining.

Psychotherapeutische Strategien im Überblick:

Psychoedukation für Betroffene und Angehörige kognitiv-behaviorale Therapieansätze Selbstmanagement
Training sozialer Kompetenz operante Verfahren Techniken auf Grundlage aktueller Hirnforschung
Smartphonegestützte und virtual realtiy basierte Therapietools verhaltenstherapeutische Techniken Ressourcenarbeit
Empowerment Aktivitätenaufbau achtsamkeitsbasierte Trainingsverfahren

Das berufliche Praktikum dient der stufenweisen Eingliederung und dem sukzessiven Aufbau der Leistungsfähigkeit. Häufig entstehen Probleme erst bei der Aufnahme der beruflichen Tätigkeit, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber und den Mitarbeitern. Während der oftmals krankheitsbedingten langen Abwesenheit vom Arbeitsplatz oder überhaupt einer Arbeitstätigkeit sind Änderungen in Arbeitsabläufen sehr wahrscheinlich (z. B.: Software, Produktionsprozesse, Führungs- und Mitarbeiterwechsel), mit denen sich Rehabilitanden erst wieder vertraut machen müssen.

Selbst- und Fremdeinschätzungen müssen neu ausbalanciert werden, denn auch Angehörige und Mitarbeiter sind mit einer neuen Situation konfrontiert, die nur schwer einschätzbar ist. Allzu gerne wird an Vergangenem angeknüpft. Die Gefahr von Fehleinschätzungen kann folgenschwere Konsequenzen für die weitere Beschäftigung und Genesung nach sich ziehen. Daher ist der Erfolg einer beruflichen Rehabilitation in besonderem Maße von einer justierten Vorgehensweise abhängig, wobei die Einbindung der Kollegen durch Beratung und Supervision am Arbeitsplatz unverzichtbar ist.

Gemeinsam mit dem persönlichen Bezugstherapeuten vor Ort werden in regelmäßigen Terminen sowohl mit der Geschäftsleitung oder den verantwortlichen Bereichs- und Abteilungsleitern als auch mit den Mitarbeitern die erzielten Fortschritte und Probleme besprochen und das Leistungsspektrum dem Klienten angepasst.

Im Rahmen der betrieblichen Phase werden anhand sich konkret stellender Aufgaben im Betrieb und vor Ort schwerpunktmäßig diejenigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Verhaltensweisen trainiert, die der Rehabilitand zur Ausführung einer dauerhaft leidensgerechten Tätigkeit benötigt.

Modul 3: Integration

Die Integrationsphase verfolgt das Ziel der Festigung der bisher erlernten Fertigkeiten und der Rückführung in ein Beschäftigungsverhältnis durch die Eingliederung auf einen Arbeitsplatz. Die Tätigkeitsbereiche sind eruiert und die maximale Arbeitsbelastung festgelegt. Im Verlauf der betrieblichen Phase war es den Betrieben möglich, sich ein umfassendes Bild der Leistungsfähigkeit des Rehabilitanden zu machen. Durch die hohe Motivationsbereitschaft der Klienten und der bis dahin vor Ort geleisteten therapeutischen Arbeit ist es in vielen Fällen möglich, Ängste und Missverständnisse abzubauen, wodurch eine Integration auch in einem neuen Arbeitsumfeld möglich ist. Die Betreuung vor Ort wird sukzessive reduziert und damit der Integrationsprozess in ein „normales“ Beschäftigungsverhältnis weiter gefördert. Ein abruptes und zu frühes Beenden dieses sehr intensiven, weil einzelfallbezogenen Coaching-Prozesses kann eine mögliche Beeinträchtigung der erarbeiteten Erfolge nach sich ziehen. Um dies
zu vermeiden, kann bei Bedarf eine Nachbetreuung in einem niederfrequenteren Rahmen mit entsprechenden Übergangshilfen angeboten werden.

Depressionen und Anpassungsstörungen

Die Hauptsymptome einer Depression sind:

anhaltende depressive Stimmung Interessenverlust Freudlosigkeit
Antriebsmangel erhöhte Ermüdbarkeit  

Häufige Zusatzsymptome sind:

Störungen der Konzentration der Aufmerksamkeit und des Denkvermögens vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit negative und pessimistische Zukunftsvorstellungen  
Selbsttötungsgedanken oder -handlungen körperliche Beschwerden wie z. B. Schlaf- und Appetitstörungen Schmerzzustände

Die Hemmung des Antriebs infolge einer Depression kann sich auch im äußerlichen Erscheinungsbild mit einer Verlangsamung der Reaktionen, Bewegungen und Sprache bemerkbar machen. Auch das Denken und die Auffassungsgabe sind gehemmt. Kreativität, Konzentrations- und Merkfähigkeit schwinden. Typisch für eine Depression ist darüber hinaus, dass sich die Betroffenen zu allem zwingen müssen. Sie verfolgen keine Ziele mehr und vernachlässigen ihre Familie, den Beruf und sogar alltägliche Verrichtungen wie Nahrungsaufnahme und Hygiene. Die Betroffenen besitzen eine geringere Toleranz gegenüber seelischen, körperlichen und biografischen Belastungsfaktoren als gesunde Menschen. Diese besondere Verletzlichkeit spielt bei dem Ausbruch und der Aufrechterhaltung einer Depression eine große Rolle.

Eine Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf ein einmaliges oder ein fortbestehendes belastendes Lebensereignis (z. B. familiäre oder berufliche Konflikte, finanzielle Schwierigkeiten, körperliche Erkrankungen sowie Krankheits- oder Todesfälle in der Familie), die sich in negativen Veränderungen des Gemütszustandes oder auch in Störungen des Sozialverhaltens und in der Leistungsfähigkeit ausdrücken kann. Sie tritt auf, wenn Menschen einen neu eingetretenen, schwierigen psychischen oder physischen Zustand über einen längeren Zeitraum hinaus nicht akzeptieren können bzw. sich an die neue Lebenssituation nicht adäquat anpassen können. Entscheidend bei der Entstehung der Anpassungsstörung ist nicht die objektive Härte des Ereignisses, sondern das subjektive Empfinden der Belastung, die Menge der vorherigen schwierigen Erlebnisse, die individuelle Belastbarkeit sowie die Bewältigungsfähigkeiten.

Die Symptomatik der Anpassungsstörung kann breit variieren. Die am häufigsten auftretenden psychischen Auffälligkeiten sind Angst und Sorge, Depressivität, Ärger, Verbitterung, Verzweiflung und emotionale Verwirrtheit. Auch Gefühle von Isolation, Bedrängnis und Traurigkeit können sich einstellen sowie der Eindruck, den alltäglichen Lebensaufgaben nicht mehr gewachsen zu sein. Daneben können sich auch vielfältige somatische Beschwerden einstellen. Die Störung setzt im Allgemeinen innerhalb eines Monats nach dem auslösenden Ereignis ein und hält meist nicht länger als sechs Monate ab Beendigung des belastenden Ereignisses an.

Angststörungen

Im Gegensatz zur Angst als einer lebensnotwendigen Gefühlserregung zum Schutz des eigenen Lebens nimmt bei manchen Menschen die Furcht ein übersteigertes Ausmaß an. Allen Angststörungen gemeinsam sind exzessive und übertriebene Angstreaktionen beim Fehlen einer wirklichen äußeren Bedrohung.

Bei einer Panikstörung leidet man unter wiederkehrenden schweren Angstanfällen mit heftigen körperlichen und psychischen Symptomen wie Atemnot, Benommenheit, Herzklopfen, Erstickungsgefühle, Engegefühle in der Brust, Furcht zu sterben, die Kontrolle zu verlieren oder Taubheits- oder Kribbelgefühle. Panikattacken können völlig überraschend entstehen. Sie können aber auch durch spezifische Situationen ausgelöst werden. Häufig ist eine Panikstörung auch mit einer Agoraphobie verbunden. Dabei hat der Betroffene in bestimmten Situationen oder an spezifischen Orten Furcht und meidet sie. Meist sind dies Orte (Menschenmengen, öffentliche Plätze, Fahrstuhl, Bus oder Auto), an denen es schwierig wäre, Hilfe herbeizuholen oder Situationen, in denen man befürchtet, nicht schnell genug herauszukommen oder peinliches Aufsehen zu erregen, wenn man wegen einer Panikattacke Hilfe benötigt.

Charakteristisch für eine generalisierte Angststörung sind anhaltende Sorgen oder Ängste, die viele Lebensbereiche umfassen und nicht auf bestimmte Situationen beschränkt sind. Die Angst kann ohne Grund auftreten. Die generalisierte Angststörung verläuft nicht so akut wie eine Panikstörung. Vielmehr leiden die Betroffenen über einen langen Zeitraum unter Symptomen wie Befürchtungen, starker Anspannung und vegetativer Übererregung, ständiger Nervosität und ständigem Sich-Sorgen.

Die soziale Phobie kann als eine extreme Form der Schüchternheit verstanden werden. Menschen mit einer Sozialphobie haben in Situationen Angst, in denen sie sich von ihren Mitmenschen kritisch betrachtet oder beobachtet fühlen: eine Rede vor anderen halten, in der Öffentlichkeit essen, sich im Unterricht melden, mit einem Vorgesetzten sprechen, im Beisein anderer zu schreiben oder zu telefonieren.

Bei den spezifischen Phobien wird die Furcht durch einzelne Objekte oder Situationen hervorgerufen, die in der Regel ungefährlich oder harmlos sind. Dazu gehört die Furcht vor Tieren, Insekten, großen Höhen sowie die Blut- und Verletzungsphobien (z. B. Angst vor Spritzen). Schon der Gedanke an die entsprechenden Situationen oder Objekte verursacht Angst, die von leichtem Unbehagen bis hin zur panischen Angst reichen kann. Dass anderen Menschen die gleiche Situation nichts ausmacht, lindert die Furcht der Betroffenen nicht. Oft wissen die Patienten, dass sie übertrieben reagieren, und schämen sich dafür.

Unbehandelte Angststörungen können sich zunehmend verselbstständigen. Es kommt zur „Angst vor der Angst“ (Erwartungsangst). In der Folge werden Angst auslösende Orte und Situationen immer häufiger vermieden. Es besteht die Gefahr, dass sich die Betroffenen immer mehr aus dem Leben zurückziehen. Dies zieht in aller Regel ein mangelndes Vertrauen in die eigene Stärke und ein Gefühl des Ausgeliefertseins nach sich. Zunehmend stellen sich auch Probleme in der Partnerschaft, in der Familie und im Berufsleben ein.

Burn-out

Unter Burn-out wird ein Zustand emotionaler Erschöpfung und damit verbundener reduzierter Leistungsfähigkeit verstanden. Als Folge langfristiger beruflicher Überforderung kommt es oft zu einem Gefühl des „Ausgebrannt-Seins“ mit verschiedenen körperlichen und psychischen Beschwerden wie Angst und depressive Stimmungen, chronische Müdigkeit und Schlafstörungen, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Appetitverlust, Kopf- und Rückenschmerzen, Nervosität und Gereiztheit. Die Ursachen eines Burn-out-Syndroms sind vielfältig. Neben einer chronischen beruflichen Überlastung finden sich hochmotivierte, perfektionistische, engagierte Persönlichkeitszüge mit oft hohem Verantwortungsbewusstsein und sehr häufig zusätzliche private Probleme. Die chronische Überlastung entsteht in aller Regel durch Diskrepanzen zwischen der individuellen Leistungsfähigkeit und den gestellten Arbeitsanforderungen, wenig Unterstützung im direkten Arbeitsumfeld, unverhältnismäßig lange Arbeitszeiten und wenig Anerkennung für die erbrachten Leistungen.

Somatoforme Erkrankungen

Zu den wichtigsten Störungen gehören die Somatisierungsstörung, die hypochondrische Störung, somatoforme autonome Funktionsstörungen sowie anhaltende somatoforme Schmerzstörungen. Die Betroffenen leiden häufig unter vielfältigen und wechselnden Beschwerden, die über einen längeren Zeitraum bestehen und verschiedene Organsysteme betreffen können:

  • Verdauungssystem (Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, häufiger Durchfall)
  • Herz-Kreislauf-System (Brustschmerzen, Herzklopfen, Schwindel, Benommenheit)
  • urogenitale Beschwerden
  • Taubheitsgefühle, Kribbelgefühle, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Jucken oder Brennen der Haut

In der Folge kommt es häufig sowohl zu Beeinträchtigungen im familiären und sozialen Umfeld als auch zu deutlichen Einschränkungen in der beruflichen Leistungsfähigkeit.

Grundsätzlich können alle Betroffenen im Alter ab 16 Jahren an der Maßnahme teilnehmen. Auf die Festlegung von Ausschlusskriterien wurde hier absichtlich verzichtet, da die Defizite in ihrer Gesamtheit während eines Eingliederungsprozesses betrachtet werden müssen. Ein zuverlässiges Urteil bzw. eine Prognose über die Eingliederungsfähigkeit lässt sich aus unserer Erfahrung erst nach einer praktischen Erprobung in einem reellen Lebens- und Arbeitsumfeld fällen.

 

Unsere Arbeitsweise

  • Steuerung, Begleitung und Betreuung ausschließlich durch berufserfahrene und qualifizierte Fachtherapeuten und (Neuro-) Psychologen
  • fester Bezugstherapeut während der gesamten Maßnahme
  • interdisziplinäres Eingliederungsnetzwerk
  • Einzelfallbetreuung
  • Begleitung im häuslichen und beruflichen Umfeld
  • umfassendes kognitives und berufsbezogenes Assessment
  • transparenter Verlauf
  • Dokumentation und Evaluation

Ihr Service für die Leistung IfN

 Inci Akyörük Für eine unverbindliche Erstberatung steht eine bundesweit gültige und kostenfreie Servicenummer zur Verfügung.
Unter dieser Nummer erhalten Interessenten erste Auskünfte zur Maßnahme und werden an den entsprechenden Fachtherapeuten weiter vermittelt.

Zu meiner Person
Frau Inci Akyörük
Teamassistenz berufliche Reha


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